A30-Sanierung: Rheine-Kanalhafen ab 31. Oktober gesperrt – Umleitung über Hörstel
Die Sanierung der Autobahn 30 zwischen Rheine-Nord und Lotte bringt weitere Verkehrseinschränkungen mit sich. Ab Samstag, 31. Oktober 2026, werden die Auf- und Abfahrten der Anschlussstelle Rheine-Kanalhafen in Fahrtrichtung Amsterdam gesperrt. Die Sperrung soll voraussichtlich bis Juli 2027 dauern. Der Verkehr wird über die Anschlussstelle Hörstel umgeleitet.
Das genaue Datum hat die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) auf telefonische Nachfrage von Hörstel-Aktuell bestätigt. In der ursprünglichen Pressemitteilung war der 31. Oktober fälschlich als Freitag bezeichnet worden. Maßgeblich ist Samstag, der 31. Oktober 2026.
Inhaltsverzeichnis
Anschlussstelle Rheine-Kanalhafen bis Juli 2027 gesperrt
Von der längerfristigen Sperrung sind sowohl die Auffahrt als auch die Abfahrt der Anschlussstelle Rheine-Kanalhafen in Fahrtrichtung Amsterdam betroffen. Nach Angaben der DEGES sollen beide Rampen voraussichtlich bis Juli 2027 geschlossen bleiben.
Für Verkehrsteilnehmer bedeutet das: Wer normalerweise in Rheine-Kanalhafen auf die A30 in Richtung Amsterdam auffährt oder die Autobahn dort verlässt, muss während der Bauarbeiten eine andere Anschlussstelle nutzen.
Die ausgeschilderte Umleitung führt über die Anschlussstelle Hörstel. Damit ist auch der Verkehr im Umfeld von Hörstel unmittelbar von der Sanierungsmaßnahme betroffen.
Weitere Sperrungen bei Rheine und Ibbenbüren
Neben Rheine-Kanalhafen sind weitere Anschlussstellen entlang der A30 von Einschränkungen betroffen.
| Anschlussstelle | Einschränkung in Richtung Amsterdam | Geplante Dauer |
|---|---|---|
| Rheine | Auf- und Abfahrt gesperrt | Bis 30. Oktober 2026 |
| Rheine-Kanalhafen | Auf- und Abfahrt gesperrt | 31. Oktober 2026 bis voraussichtlich Juli 2027 |
| Ibbenbüren | Abfahrt gesperrt, Auffahrt wieder frei | Bis 20. November 2026 |
An der Anschlussstelle Ibbenbüren erfolgt die Umleitung für die gesperrte Abfahrt über die Anschlussstelle Laggenbeck. Die Auffahrt in Richtung Amsterdam steht dagegen bereits wieder zur Verfügung.
DEGES bestätigt zeitliche Abstimmung der Sperrungen
Die zeitliche Abfolge der Bauarbeiten ist von besonderer Bedeutung. Während die Sperrung an der Anschlussstelle Rheine in Fahrtrichtung Amsterdam am 30. Oktober enden soll, beginnt einen Tag später die längerfristige Sperrung bei Rheine-Kanalhafen.
DEGES-Pressesprecherin Simone Döll bestätigte gegenüber Hörstel-Aktuell auf telefonische Nachfrage, dass zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Autobahnabfahrten nicht gleichzeitig gesperrt werden dürfen.
Damit wird deutlich, weshalb die zeitliche Abstimmung der einzelnen Sperrungen eine wichtige Rolle spielt. Verkehrsteilnehmer sollen weiterhin eine benachbarte Anschlussstelle nutzen können.
Was bedeutet die Sperrung für Autofahrer aus Hörstel?
Für Pendler und andere Verkehrsteilnehmer aus Hörstel ist vor allem die Umleitung über die örtliche A30-Anschlussstelle relevant. Sie wird während der Sperrung von Rheine-Kanalhafen als Ausweichanschlussstelle genutzt.
Ob und in welchem Umfang sich dadurch das Verkehrsaufkommen auf den umliegenden Straßen erhöht, lässt sich derzeit nicht beziffern. Angaben zu möglichen zusätzlichen Verkehrsbelastungen oder konkreten Fahrzeitverlusten liegen nicht vor.
Autofahrer sollten die ausgeschilderten Umleitungen beachten und insbesondere im Umfeld der betroffenen Anschlussstellen mit Einschränkungen rechnen.
Auch an anderen Stellen entlang der A30 haben die umfangreichen Bauarbeiten bereits zu Verkehrseinschränkungen geführt. So berichtete Hörstel-Aktuell über die Sperrung der B219 in Ibbenbüren im Zusammenhang mit dem Einbau einer Behelfsbrücke.
Hintergrund: A30 wird auf rund 35 Kilometern saniert
Die A30 zwischen Rheine-Nord und Lotte gehört zu den wichtigen überregionalen Verkehrsverbindungen zwischen Deutschland und den Niederlanden. Die Autobahn ist Bestandteil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes.
Bereits 2018 wurde die DEGES mit der Planung und Umsetzung der grundlegenden Sanierung beauftragt. Die Arbeiten sind in acht Teilabschnitte gegliedert und betreffen insgesamt rund 34,6 Kilometer Autobahn.
Nach Angaben der Projektgesellschaft nutzen täglich bis zu 43.800 Fahrzeuge die Strecke. Für das Jahr 2030 wird ein Verkehrsaufkommen von bis zu 51.000 Fahrzeugen pro Tag prognostiziert. Dabei handelt es sich um eine Prognose, nicht um eine aktuelle Verkehrszählung.
Neben der Fahrbahnerneuerung umfasst das Gesamtprojekt auch die Sanierung beziehungsweise Erneuerung von Brückenbauwerken. Ziel ist es, die bestehende Infrastruktur langfristig zu erhalten und Einschränkungen für den Schwerlastverkehr zu beseitigen.
Weitere Informationen zur A30-Sanierung
Aktuelle Projektinformationen und Hinweise zu den Bauarbeiten veröffentlicht die DEGES auf ihrer offiziellen Projektseite:
DEGES – Sanierung der A30 zwischen Rheine-Nord und Lotte
Die angekündigten Sperrtermine entsprechen dem Stand vom 16. Oktober 2026. Änderungen im Bauablauf sind möglich.



Kommentar abschicken